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Maximaler Schutz

Explosionsschutz- und Ballistikfolien

Maximaler Schutz für kritische Infrastrukturen. Widerstand gegen Druckwellen, Detonationen und Projektile. Normen ISO 16933 und EN 13541.

Die höchste Schutzstufe auf bestehender Verglasung

Explosionsschutz: die Druckwelle beherrschen

Eine Explosion erzeugt eine Druckwelle, die Glassplitter mit hoher Geschwindigkeit schleudert. In Gebäuden sind Verglasungen oft die ersten Bauteile, die versagen. Glassplitter werden zu Projektilen und verursachen den Großteil der Verletzungen bei Explosionen in Gebäudenähe.

Explosionsschutzfolie hält die Verglasung als Block zusammen und absorbiert einen Teil der Energie der Druckwelle. Das Glas kann reißen, aber die Folie verhindert, dass Splitter in das Gebäudeinnere geschleudert werden. So werden Personen vor der häufigsten Verletzungsursache geschützt. Die Verglasung kann sich unter Druck verformen, doch Folie und Verankerung halten sie im Rahmen.

Explosionsschutzfolien werden nach ISO 16933 geprüft, die explosive Lasten in verschiedenen Distanzen und Stärken simuliert. Die Einstufung von ER1 bis ER4 zeigt, welche Druckwelle die befilmte Verglasung aufnehmen kann. Unsere Datenblätter geben die Klassifizierung je Referenz an.

Ballistik: Projektile abwehren

Ballistikfolie geht noch einen Schritt weiter. In Kombination mit der Verglasung entsteht ein System, das Projektilaufprallen standhalten kann. Der Widerstand hängt von Foliendicke, Glasaufbau und Verankerung ab. Das sind keine Folien, die man allein appliziert: Sie sind Teil eines kompletten Systems aus Verglasung, Folie, Verankerung und Rahmen.

Ballistische Klassen werden u. a. durch EN 1063 und NIJ definiert. Jedes Projekt erfordert eine Leistungsstudie, die die passende Konfiguration zum Bedrohungsprofil bestimmt.

Verankerungssystem: das Kernstück

Bei Explosionsschutz und Ballistik reicht Folie allein nicht aus. Eine periphere Verankerung ist unerlässlich: ein strukturelles System, das den Folienrand mechanisch oder chemisch mit dem Fensterrahmen verbindet. Im Ereignisfall arbeitet Folie-Glas-Rahmen als Verbund. Ohne Verankerung kann die befilmte Scheibe durch die Druckwelle aus dem Rahmen gerissen werden.

Die Verankerung wird projektbezogen ausgelegt – abhängig von Rahmen, Scheibengröße, Schutzniveau und Architektur. Unser Technikteam dimensioniert das System für jeden Standort.

Für welche Standorte, welche Risiken?

Botschaften und Konsulate sind die ersten Anwender: diplomatische Sicherheitsstandards verlangen definierte Schutzstufen für Verglasungen.

Regierungsgebäude, Ministerien, Präfekturen und militärische Anlagen integrieren Explosionsschutz in ihre Sicherheitsanforderungen.

Energieanlagen, petrochemische Installationen und Seveso-Industrie schützen Verglasungen in Leitständen gegen explosionsbezogene Risiken.

Kontrolltürme, Flughäfen, Bahnhöfe und hochfrequentierte Verkehrsinfrastrukturen schützen Verglasungen gegen terroristische Risiken. Rechenzentren und Trading Floors sichern Verglasung, um die Betriebscontinuity bei Ereignissen in der Nähe zu gewährleisten.

Ein Projekt, kein Regalprodukt

Explosionsschutz- und Ballistikfolien werden nicht wie eine Dekorfolie „von der Rolle“ bestellt. Jede Installation beginnt mit einer Vorstudie: Bedrohung, bestehende Verglasung, Rahmenkonfiguration und bauliche Zwänge.

Unser Technikteam dimensioniert die Lösung: Folienwahl, Verankerungsdesign, Montageprotokoll. Die Montage erfolgt durch geschulte Teams. Ein Montageprotokoll dokumentiert jede behandelte Scheibe.

Häufig gestellte Fragen

Schützt Explosionsschutzfolie gegen alle Explosionsarten?
Das Schutzniveau hängt von Explosionsstärke und Distanz ab. ER1 schützt gegen moderaten Druck in größerer Entfernung, ER4 gegen deutlich stärkere Lasten. Die Einstufung richtet sich nach dem Bedrohungsszenario. Unser Technikteam bewertet den Bedarf und empfiehlt die passende Klasse.
Stoppt Ballistikfolie eine Kugel?
Folie allein stoppt keine Kugel. Erst das System aus Folie + Verglasung + Verankerung erzeugt ballistischen Widerstand. Das Niveau hängt von der Gesamtkonfiguration ab. Jedes Projekt wird auf Kaliber und Munitionsart nach Norm ausgelegt.
Ist Explosionsschutzfolie transparent?
Ja. Die Folie ist transparent und verändert das Erscheinungsbild der Verglasung nicht. Besucher und Nutzer nehmen sie nicht wahr – wichtig für diplomatische und staatliche Gebäude, die diskreten Schutz verlangen.
Kann man Explosionsschutzfolie auf bestehende Verglasung kleben?
Ja. Das ist ein zentraler Vorteil gegenüber dem Austausch gegen Panzerglas. Die Folie wird auf bestehende Verglasung appliziert und im vorhandenen Rahmen verankert. Schneller, kostengünstiger und weniger invasiv – bei gleichzeitig hohem Schutzniveau.
Braucht es Spezialmonteure?
Ja. Montage mit struktureller Verankerung erfordert geschulte Teams. Die Verankerungsqualität entscheidet direkt über die Wirksamkeit. Unser Netzwerk zertifizierter Monteure ist flächendeckend im Einsatz.
Wie lange hält das System?
10 bis 15 Jahre für die Folie. Die Verankerung sollte regelmäßig geprüft werden (Fugenintegrität, kontinuierliche Verbindung Folie–Rahmen). Für sensible Standorte bieten wir Wartungs- und Jahresinspektionen an.
Welches Budget ist einzuplanen?
Jedes Projekt ist maßgeschneidert. Kosten hängen von Fläche, Schutzniveau, Verankerungskomplexität und Zugangsbedingungen ab. Senden Sie Lastenheft und Pläne – wir erstellen ein vollständiges technisches und finanzielles Angebot.
Wie sind die Zeitpläne?
Die technische Studie dauert je nach Komplexität 1 bis 2 Wochen. Fertigung maßgeschneiderter Folien und Verankerungen: 2 bis 4 Wochen. Montagezeit hängt von Fläche und Anzahl der Scheiben ab. Ein Gesamtterminplan folgt nach Projektfreigabe.